“Auch Ochsen können fliegen” – 1. Ochsenrennen in Wallgau – 6. August 2016

 

Im Rahmen des 125jährigen Gründungsjubiläums der Freiwilligen Feuerwehr fand in Wallgau erstmalig ein Ochsenrennen statt. Daher strömten schon eine Stunde vor Rennbeginn viele Interessierte zur Rennbahn an der Witter.

Die Ochsen mit teilweise illustren Namen wie “Waldbrand”, ” Dynamit” oder “Maxl Graf” wurden von den Rennteams in eine Art Zelt-Rondell geführt und angebunden.

Die größte Kunst dieses Rennens bestand nicht nur darin möglichst schnell das Ziel zu erreichen, sondern den Ochsen bis zum Start in den Startboxen zu halten. So mancher Ochse trickste sein Team aus und begab sich ohne Reiter auf die Bahn – und dies oft einige Male hintereinander – der Frühstart wurde somit zum Standard. Und wenn dann ein Start erfolgte, so sprangen sowohl die Ochsen mit ihrem Reiter, als auch die Begleiter, in hohem Tempo und teilweise in äußerst verschiedene Richtungen über die Rennwiese. Es gab allerdings auch Exemplare, die nur ungern die Box verließen und quasi zum Ziel geschoben werden mussten oder andere, die auf der Rennbahn abrupt stehenblieben, eine Verschnaufpause einlegten und einen kleinen Imbiss zu sich nahmen.

Für den Zuschauer war deutlich zu erkennen: so ein Ochse hat eben seinen eigenen Kopf. Es war nett mit zu erleben, wie die Tiere von ihren Haltern vor und nach dem Rennen oftmals liebkost und versorgt wurden.

Ebenso war es lustig anzusehen, wie schwer es war, auf dem Ochsen Platz zu nehmen und später sich auf ihm zu halten, da die Gangarten der Tiere sehr unterschiedlich waren. So manch einer rutschte vom Ochsen und versuchte diesen dann wieder einzufangen. Zum Glück kam es zu keinen Unfällen.

Wir hatten selten soviel Spaß beim Aussuchen der Fotos und bewundern immer noch den Mut der Reiter und der Helfer. Ganz klar: wir brauchen dafür eine neue olympische Disziplin! 😉